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Ursprung
und Geschichte Auch wenn es sehr schwer ist, die Entstehung alter Rassen bis zum Ursprung zurückzuverfolgen, so ist man sich einig, dass der Mops aus Ostasien, sehr wahrscheinlich aus China stammt. Schon lange vor unserer Zeitrechnung war es Tradition, dass im alten China kleine Hunde gezüchtet wurden, die, wenn sie auch in Typ und Haarart variieren, eines gemeinsam hatten: Kurze, breite und flache Köpfe. Diese Hunde wurden in Palästen gehalten, mit Sorgfalt gezüchtet (die Zucht wurde von eigens dafür ausgebildeten Personen, zumeist Eunuchen, überwacht, und man kannte schon damals etwas ähnliches wie unsere heutigen Zuchtrichter) und galten als Kostbarkeit. Regelmäßig wurden solche Palasthunde zu besonderen Anlässen an andere Herrscherhäuser verschenkt.
Holland dürfte
das erste europäische Land sein, das der Mops erreichte, und dies dürfte der
1602 gegründeten Niederländischen Ostindien-Kompanie zu verdanken sein. Wir
wissen, dass Wilhelm der Schweiger einen Mops besessen hat, und die Tatsache,
dass dieser Hund (genannt Pompey) seinem Herrn während der Schlacht zu Hermigny
das Leben gerettet, als er ihn mit lautem Gebell vor einem Attentäter gewarnt
hat, hat nicht nur maßgeblich den Verlauf der Geschichte beeinflusst, sondern
dazu geführt, dass das Haus Oranien ab diesem Zeitpunkt ein ganz besonders
enges Verhältnis zu der Rasse hatte. Heute werden jährlich
in Deutschland etwa 100 Mopswelpen eingetragen, in letzter Zeit erfreut sich die
Rasse steigender Beliebtheit, so dass der Fortbestand im Moment gesichert ist.
Charakter und
Eigenschaften: Der Mops ist ein
ausgeglichener, immer zu Späßen aufgelegter Hund, der sich dem Temperament
seines Besitzers vollkommen anpasst. Seine Reizschwelle (so er denn überhaupt
eine hat) liegt äußerst hoch, so dass Aggression, Bösartigkeit oder
Streitereien mit Artgenossen praktisch nicht vorkommen. Er ist ohne Probleme
zusammen mit anderen Hunden (vom Chihuahua bis zur Deutschen Dogge), Katzen oder
anderen Haustieren gut zu halten. Auch für Kinder ist er ein immer
spielbereiter Kamerad, der auch einmal einen kleinen Knuff ohne weiteres
wegsteckt. Wind und Wetter machen ihm nichts aus, lediglich bei großen
Anstrengungen bei hohen Temperaturen muss er aufgrund seiner kurzen Nase
kapitulieren.
Damit sich die vom Standard geforderte Kompaktheit und Festigkeit der Muskulatur entwickeln kann, braucht der Mops ausreichend Bewegung und eine ausgewogenen Ernährung. Das "multum in parvo" wurde früher oftmals falsch interpretiert, und anstatt der Kompaktheit durch entsprechende Bemuskelung sah man häufig einfach dicke und überfütterte Möpse im Ausstellungsring. Da diese Tiere dann auch noch prämiert wurden und somit verstärkt in die Zucht gelangten, hat man unterschwellig eine Zuchtauslese in Richtung "guter Fresser" gefördert. Dies ist heute noch spürbar, und man muss stets ein Auge auf die richtigen Futtermengen haben, denn von alleine hört der Mops bestimmt nicht auf zu fressen, solange die Schüssel noch voll ist.
Wer sich einen Mops anschaffen will, sollte nur bei einem guten Züchter kaufen. Schon als Welpe ist der Mops ein ausgeprägter Individualist, der viel Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht. Bei Massenhaltung und -zucht ist dieses nicht gewährleistet. Leider sind Mopswelpen so fatal niedlich, und schnell ist man versucht, aus sentimentalen Gründen "irgendwo einen mitzunehmen". Davor sollte man sich hüten, denn nur ein mit Sachverstand gezüchteter und entsprechender Kenntnis aufgezogener Welpe garantiert einen kerngesunden und wesenstypischen Mops. "Der Ihnen sein Hundeleben lang Freude bereitet" ...
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